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Neue Turmzier für die Laurentiuskirche 



Februar 2007:

55 Jahre nach der letzten Reparatur des Kirchturms wurden 2005die stark beschädigten Balken erneuert und die Turmspitze in den vergangenen fünf Monaten komplett repariert und verschiefert. Von der irreparablen eisernen Turmzier wurde eine exakte Replik in Edelstahl mit Turmknopf, Kreuz und Wetterhahn angefertigt und wie ihre Vorgängerin vergoldet. Die alte Turmzier, an der der Zahn der Zeit zu kräftig nagte, barg ein Geheimnis: Während der Renovierungsarbeiten fand man darin ein kleines Apothekerfläschchen mit zwei vergilbten Schriftrollen. Da war es dem Kirchenvorstand und Förderverein natürlich eine besondere Freude, der Nachbildung ebenfalls einen geschichtsträchtigen Inhalt beizufügen.

Eine aktuelle Ausgabe des Gelnhäuser Tageblatts, eine Urkunde mit allen neuen Begebenheiten der evangelischen Kirchengemeinde, der Gemeindebrief "Friedensbrücke", Euro-Münzen und ein Blatt mit den Unterschriften aller Anwesenden Zeitzeugen wurden während der kleinen Andacht in einer rostsicheren Metallkapsel verschlossen. Selbst Bürgermeister Thomas Dickert musste zugeben, dass er auch etwas stolz ist, dass sein Name nun in 30 Metern Höhe für die Nachwelt verwahrt sei. Neben zahlreichen Kirchengemeindenmitgliedern wohnten der nicht alltäglichen Feier auch der katholische Pfarrer Konrad Desch und die Kreisbeigeordnete Sigrid Schindler bei. Pfarrerin Sabine Ruf verlas die jüngste Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde, wie sie auf der beigefügten Urkunde schriftlich festgehalten ist, und hob die gute ökumenische Zusammenarbeit in Bieber hervor. Der Höhepunkt war jedoch das Anbringen der Turmzier. Aus dem Schatten der Kirche begaben sich die Anwesenden auf den sonnigen Friedhof und blicken gebannt hinauf in den strahlend blauen Himmel. Der Roßbacher Dachdeckermeister Heiko Senzel, Zimmermann Frank Wagner, der "Laurentia" - Vorsitzende Reinhold Samer und der Oberndorfer Ingenieur Wilhelm Hohmann begaben sich mit der Turmzier unterm Arm hinauf zur Turmspitze. Doch in schwindeliger Höhe dem Turm die Krone gerade aufzusetzen, war kein leichtes Unterfangen. In akribischer Millimeterarbeit musste nicht nur das Kreuz gerade, sondern es mussten auch die Himmelsrichtungen des Wetterhahns exakt ausgerichtet werden.  


Juli 2007:

Die defekten Fenster wurden repariert. Die agile Rentnertruppe wird in Kürze mit Schachtungsarbeiten beginnen. Um die Kirche muss eine Drainage verlegt werden. Der ehemalige Eingang an der Nordostseite soll wieder geöffnet werden. Hierzu wird ein Weg angelegt und es muss eine neue Tür angefertigt werden.


Februar 2008:

Es wurde der Auftrag an eine Fachfirma vergeben, die Drainage um die Kirche zu verlegen. Mit den Arbeiten soll schnellstmöglich begonnen werden. Für die Arbeiten muss ein Betrag von 8.784,00  Euro investiert werden. Die Drainage wird nach Vorgaben des Denkmalschutzes durch eine Lehmpackung hergestellt. 

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